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   Informatik und Gesellschaft Technische Universität Berlin

Informatik und Gesellschaft



 

 

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Wintersemester 2000

 

Referate 2 (Jan./Feb. 2000)

Stand: 13. Dezember 2000

 



Themen und Gruppen

 

Termin Thema Gruppe
(bei Bernd)
Gruppe
(bei Kei)
31.01.01
Technologien der Kontrolle
11A: Echelon 1    
11B: Echelon 2    
05.02.01
Der neue Datenschutz
12A: Techniken zum Selbstschutz    
12B: Das virtuelle Datenschutzbüro -- Anspruch und Realität    
07.02.01
Informationszugang und Zugangskontrolle
13A: Trusted Devices -- Zugangskontrolle    
13B: Napster, Gnutella, Freenet, Mojo Nation -- Informationszugang    
12.02.01
ICANN
14A: ICANN 1    
14B: ICANN 2    

 



1. Termin: Technologien der Kontrolle (31.1.2001)

 

Referat 11A: Echelon 1

 

Referat 11B: Echelon 2

 

Quellen und Materialien für die Referate 11A und 11B

 



2. Termin: Der neue Datenschutz (5.2.2001)

 

Referat 12A: Techniken des Selbstschutz

  • Browsereinstellungen, HTTP-Filter, Internet-Junkbuster, PGP

 

Quellen und Materialien

 

Referat 12B: Das virtuelle Datenschutzbüro

 

Quellen und Materialien

 



3. Termin: Informationszugang und Zugangskontrolle (7.2.2001)

 

Referat 13A: Trusted Devices -- Informationszugangskontrolle

Copyright-Inhaber stehen vor einem Dilemma: Einerseits bietet Ihnen das Internet, bzw. der elektronische Vertrieb von Copyright-geschütztem Material überhaupt, Zugang zu einem sehr großen Markt mit vielen Abnehmern. Andererseits ermöglicht die elektronische Vernetzung die mühelose Verteilung von raubkopiertem Material. Und wer wird für ein Programm schon ein paar Tausend Mark bezahlen, wenn es im Internet praktisch kostenlos, wenn auch illegal, zu bekommen ist?

Den Auweg aus dem Dilemma sollen sogenannte "Trusted Devices" zeigen. Dabei handelt es sich um Technologien, mit denen Inhalte nur unter bestimmten, von den Anbietern diktierten Bedingungen zu "nutzen" sind. Ein Beispiel für eine solche Technologie ist die DVD-Verschlüsselung mit den dazugehörigen DVD-Playern und DVD-Abspielprogrammen.

Ihr sollt die Voraussetzungen und die Konsequenzen des Einsatzes solcher Technologien untersuchen.

  1. (I) Erläutert das Konzept der Trusted Devices und seine Verankerung in den rechtlichen Regularien zum Urheberschutz (Copyright-Schutz). Geht dabei auf die entsprechenden Vereinbarungen in den WIPO-WCT/WPPT-Abkommen ein.

    WCT = WIPO Copyright Treaty
    WPPT = WIPO Performances and Phonograms Treaty

  2. (II) Findet (mindestens zwei) Beispiele aus der Praxis, beschreibt sie und beschreibt auch die Konsequenzen für die "Nutzer" solcher Technologien.

    Hinweis: DVD/DeCSS ist ein gutes Beispiel.

  3. (III) In den USA wurde mit dem DMCA bereits ein Gesetz geschaffen, das die Forderungen aus den WIPO-Verträgen umsetzt. Dieses Gesetz wird sehr kontrovers diskutiert. Teile davon wurden bisher noch nicht in Kraft gesetzt.

    Ihr sollt die Funktion des DMCA erläutern und die kontroverse Dikussion in den USA nachvollziehbar machen. Welche Auswirkungen hätte eine vollständige Umsetzung des DMCA in der Praxis für den Informationszugang? Bewertet Eure Ergebnisse!

    Hinweis: Das europäische Urheberrecht kennt gewisse Ausnahmen von der Exklusivität der Verfügungsgewalt eines Urbehers über sein Werk. Im Common Law gibt es dafür eine Entsprechung in der Fair Use-Doktrin. Denkt auch daran, was für Auswirkungen die genannten Gesetze und Verträge auf die verfassungsrechtlich garantierte freie Meinungsäußerung haben können.

    DMCA = Digital Millennium Copyright Act

 

Referat 13B: Napster, Gnutella, Freenet, Mojo Nation -- Informationszugang

Seit ein paar Monaten sorgen sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerke zum komfortablen Dateiaustausch für Furore. Die Film- und Musikindustrie in den USA und Europa sieht das Ende der abendländischen Kultur gekommen, wenn diese Dateiaustauschbörsen nicht schnellstens geschlossen werden. Sie geht mit allen verfügbaren Mitteln gege Napster, MP3.com etc. vor und hat vor Gericht erste Erfolge errungen.

Ihr sollt untersuchen, was es mit den genannten Entwicklungen für eine Bewandnis hat.

  1. (I) Untersucht die genannten Projekte Napster, Gnutella, Freenet und Mojo Nation. Erläutert die zugrundeliegenden Konzepte und Ziele (informatisch und aus Anwenderperspektive). Wo liegen ihre Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede.

  2. (II) Wie und warum gehen Film- und Musikindustrie so massiv gegen die Projekte vor? Welche Interessen verfolgen sie und sehen sie bedroht? Bezieht bei Euren Überlegungen auch die Entwicklungen auf dem Weltmarkt für Musik und Filme ein.

    Hinweise: Die Gewinne der Musikindustrie sind in den letzen Jahren erheblich gestiegen und nicht gesunken.

  3. (III) Wie bewertet Ihr die Entwicklung? Sind die Befürchtungen der Industrie gerechtfertigt? Wie könnte Eurer Meinung nach die Industrie angemessener reagieren?

Quellen und Materialien

  • Die WIPO-Verträge

  • Digital Millenium Copyright Act und Texte dazu.

  • Gnutella, Napster, Freenet und Mojo Nation sites

  • Texte zum Peer-to-Peer Computing

  • Das Internet (was sonst...)

 



4. Termin: ICANN und das DNS

 

Referat 14A: ICANN 1 und 14B: ICANN 2

Die «Internet Corporation for Assigned Names and Numbers», kurz ICANN, ist eine private Firma nach Kalifornischem Recht mit Sitz in den USA. Sie wird häufig als Internet-Regierung bezeichnet. Was hat es damit auf sich? Und was steckt hinter dem Domain Name System?

Dieser gesamte Themenkomplex soll sowohl aus der technischen (DNS, Alternativen), institutionellen (Struktur des ICANN) sowie politischen (Bewertung der ICANN-Wahlen) Sicht vorgestellt werden.

Es wird den beiden Gruppen (und dem jeweiligen Betreuer) überlassen, die genaue Aufteilung der beiden Referatsgruppen festzulegen. Hier sind einige Fragen, von denen man sich inspirieren lassen kann:

  • Was ist ICANN? Woher kommt ICANN? Was macht ICANN? Erläutert Struktur und Funktion von ICANN.

  • ICANN verwaltet u.a. den Root-Server des DNS. Was ist das DNS (Domain Name System)? Erläutert Aufbau, Funktionsweise und Bedeutung des DNS.

  • Stellt den Ablauf der ICANN-Wahlen unter organisatorischen und politischen Aspekten dar.

  • Die Wahlen sind gelaufen. Und was kommt jetzt? Welche Bedeutung haben die Wahlen für die Zukunft des Internet?

  • Was haltet Ihr vom Ablauf der Wahlen? Kann man von einem demokratischen Wahlverfahren sprechen? Wo liegen die Defizite des gewählten Verfahrens und wie könnte man es besser machen?

  • Welche Alternativen zum Domain Name System gibt es bzw. werden angedacht? Wie funktionieren sie, und wie stehen sie zum derzeitigen System?

 

Quellen und Materialien für die Referate 14A und 14B

  • Paul Albitz, Cricket Liu: DNS and BIND. 2nd ed., O'Reilly, 1997 (*)

  • Die c't der vergangenen Monate.

  • Die Tagespresse und Wochen-/Monatsmagazine der vergangenen Monate.

  • Das Internet.

 


Diese Seite wurde zuletzt geändert am 13. Dezember 2000.