Digital Cinema Initiative und Digital Rights Management
Robert A. Gehring (3/2006), Ausarbeitung (de)
Artikel erscheint demnächst in "FKT, Die Fachzeitschrift für Fernsehen, Film und Elektronische Medien".
Abstract
Der Übergang zum digitalen Kino bedeutet den größten Umbruch in
der Filmbranche seit Einführung des Tonfilms durch Warner Brothers
vor 80 Jahren. Die Ablösung des 35-mm-Films durch digitale Dateien
stellt Technikanbieter, Filmproduzenten, Verleiher, Kinos und alle
anderen Mitglieder der Verwertungskette vor neue Herausforderungen:
Standards müssen entwickelt und etabliert werden, Kostenstrukturen
verschieben sich, und hohe Anfangsinvestitionen wollen
amortisiert werden. Zugleich stellen die Aufrüstung des Heimkinos
und illegale Vertriebsstrukturen die Rentabilität bestehender Verwertungsmodelle
in Frage. Mit der durchgängigen Digitalisierung
des Kinos und der Integration von digitalem Rechtemanagement
(DRM) will die von den großen Hollywoodstudios getragene Digital
Cinema Initiative (DCI) eine universelle Antwort auf die Frage nach
der Zukunft des Kinos geben. Ob ihr das gelungen ist, welche Konzepte
zum Einsatz kommen, und welche Vor- oder Nachteile damit
verbunden sind, diskutiert der folgende Beitrag.

